Jan
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Spielsüchtige klagen gegen die Casino Merkur-Spielothek für eine Spielsperre

Kommenden März wird am Bielefelder Landgericht ein brisanter Fall verhandelt: Es soll geklärt werden, ob zwei von Spielsucht betroffene Männer das Recht haben, zum Eigenschutz ein Hausverbot in einer Spielhalle zu verlangen. Im konkreten Fall handelt es sich um die Casino Merkur-Spielothek, die sich geweigert hat, den Männern das Spielen an ihren beliebten Merkur Spielautomaten zu verbieten.

Der Fall und die Kontrahenten

Die Casino Merkur-Spielothek betreibt 250 Spielhallen in Deutschland. Sie hat sich auf Automatenglücksspiele spezialisiert. Es handelt sich um einen lukrativen Geschäftszweig, der darauf beruht, dass die Mehrzahl der Besucher zwar Spaß am Spiel hat, aber am Ende mit weniger Geld dasteht als zuvor. Die Betreiber von Spielotheken gewinnen auf lange Sicht. Das Konzept ist simpel und einfach zu durchschauen.

Für spielsüchtige Menschen sind derlei Erwägungen kein Grund, um aufzuhören. Zunächst haben sie aus Freude am Spiel mitgemacht, dann haben sie die Kontrolle verloren. Von da an schädigen sich selbst, obwohl sie es besser wissen. Spielsüchtige unterscheiden sich prinzipiell nicht von Kauf- oder Alkoholsüchtigen. Sie sind nur bedingt dazu in der Lage, verantwortlich zu handeln. Die Sucht bestimmt über ihr Leben. Süchtige werden deshalb für gewöhnlich davor bewahrt, sich selbst zu schädigen.

Der „Fachverband Glücksspielsucht“ nimmt sich der von dieser Sucht betroffenen Menschen an. Er vertritt die beiden Männer und bemüht sich, gegen die angesprochene Spielothek eine Unterlassungsklage zu erwirken. Der Versuch, einen Ausgleich im Rahmen eines Gesprächs vor der Industrie- und Handelskammer Bielefeld zu finden, ist gescheitert. Mit Spannung werden die nächsten Schritte und Entscheidungen erwartet. Wenn den beiden Männern recht gegeben wird, dann droht Spielhallenbesitzern eine Klageflut.

Spielsuchtschutz und Spielsperren

Im Berliner Spielhallengesetz von 2011 heißt es, dass Unternehmer, die eine Spielhallenlizenz beantragen, ein Konzept vorlegen müssen, „in welchem dargestellt wird, mit welchen Maßnahmen den sozialschädlichen Auswirkungen des Glücksspiels vorgebeugt werden soll und wie diese behoben werden sollen“ (§ 2). In Hessen wurde bereits ein landesweit wirksames Sperrsystem eingeführt. Eine bundesweit einheitliche Regelung gibt es nicht. Prävention zählt jedoch zu den Aufgaben der Spielhallenbetreiber. Die Art und Weise variiert.

In den 18 Casino Merkur-Spielotheken in Baden-Württemberg wurde im November 2016 das Pilotprojekt „Face Check System“ gestartet. Die dabei angewandte biometrische Auswertung der Daten dient dazu, Minderjährigen den Zugang zu verwehren. Darüber hinaus soll die elektronische Gesichtserkennung jene Personen am Einlass hindern, die eine freiwillige Sperre vorgenommen und sich entsprechend registriert haben. Wenn sich das System bewährt, soll es auch in Nordrhein-Westfalen zum Einsatz gelangen.

Es zeigt sich, dass Glücksspielsucht immer mehr zu einem Problem und zu einem Thema wird, das auch ernst genommen und öffentlich diskutiert wird. Laut Schätzungen gibt es 40.000 bis 50.000 Spielsüchtige allein in Nordrhein-Westfalen und mehr als 400.000 in Deutschland.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger

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